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Coaching für hochbegabte Kinder u. Jugendliche
Hochbegabung ist ein Phänomen, das mit wissenschaftlich fundierten Intelligenztests mit hoher Validität nachgewiesen werden kann. Einige hochbegabte Kinder gelten als schwierig. Trotz ihrer hohen intellektuellen Begabung haben sie schlechte Schulnoten, sind "verhaltensauffällig", "faul", "desinteressiert", stören den Unterricht, haben Probleme mit Autoritäten, ziehen sich in sich zurück, etc. Bis heute gibt es kein wissenschaftlich abgesichertes Konzept, wie man diesen Kindern helfen kann. Eltern, LehrerInnen, aber auch PsychologInnen stehen vor einem Rätsel.
Die Schwierigkeiten eines Kindes sind immer auch Ausdruck eines Konflikts zwischen den individuellen Bedürfnissen der Person und den Anforderungen, die von außen gestellt werden. Sie treten vor allem dann auf und eskalieren sehr schnell, wenn man nicht auf der Wacht ist, wenn charakteristische Eigenschaften und Verhaltensbereitschaften mit den auferlegten Anpassungen stark kollidieren. Die äußeren Anlässe eines Konflikts, der dabei entsteht, sind zumeist banal.
Das Kind, das in seiner Fähigkeit unterfordert und in seinen Handlungsstrukturen eingeengt wird, reagiert darauf auf die ihm mögliche Weise: Es langweilt sich, wird ungeduldig und widersetzt sich, sucht die Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, drängt sich vor oder verfällt in Clownerien, kurzum, Es sendet Störsignale, die aber Auskunft über seinen aktuellen psychischen Zustand geben. Nicht nur Kinder, Menschen überhaupt antworten vielfach in dieser Weise auf eine Frustration.
Die psychischen Energien und das im Allgemeinen hohe Aktivitätspotential eines hochbegabten Kindes können für das Umfeld natürlich zu einer stärkeren Belastung werden. Ermahnungen, Tadel, Drohungen und Strafen haben für gewöhnlich keine nachhaltige Wirkung und haben wohl eher eine wiederkehrende Irritation auf beiden Seiten zur Folge.
Auf einen hohen Anpassungsdruck reagieren Kinder unterschiedlich: mit einem provokativen, aggressiven, bockigen Verhaltenskonzept, mit einer regressiven Unterordnung unter die Erwartungen der Umwelt, mit einem isolierenden Rückzug oder mit somatischen Beschwerden. Passive Reaktionsmuster sind in der Regel eher bei Mädchen, aktive eher bei Jungen zu beobachten. Vielleicht hängt damit zusammen, dass das ruhige, folgsame und angepasste Mädchen in der Vergangenheit bei Eltern und Lehrern als weniger hochbegabt angesehen wurde. Freilich hat sich die Situation in den Schulen, in den Mädchen inzwischen der leistungsorientiertere Teil der Schülerschaft zu sein scheint oder zu werden verspricht, allmählich verändert.
Wenn man beobachtet, wie sehr ein Kind in der Lage ist, sich bei fesselnden Aufgaben konzentriert und ausdauernd mit dem Gegenstand zu befassen, erscheint es einsichtig, im Umgang mit ihm störende ungerichtete psychische Energien und konfliktgeladene Situationen zu vermeiden, in denen es um die Selbstbehauptung zweier Parteien geht, denn dann wird es immer sehr schwierig, einen Ausweg aus einer verfahrenen ‚Situation zu finden.
Wer wen dabei beeinflusst, ist nicht immer leicht zu entscheiden.
Hochbegabte Kinder und Jugendliche haben eine andere Denkstruktur als normal begabte Kinder und Jugendliche. Sie zeichnen sich aus durch eine sehr schnelle Auffassungsgabe, eine hohe Merkfähigkeit und vor allem durch ein komplexes vernetztes Denken. Um sich etwas "zu erarbeiten" benötigen sie weniger Zwischenschritte als andere und sind in der Lage, Problemlösungen selbständig zu entwickeln. Konventionelle psychologische Konzepte und Beratungsansätze scheitern - unserer Auffassung nach - oftmals daran, dass sie viel zu starr und unflexibel sind, um dem scheinbar "chaotischen Denken" dieser Kinder/Jugendlichen zu genügen.
So muss man sich immer auch die Frage stellen, wer denn hier "richtig" oder "falsch" denkt, der beratende Psychologe oder das hochbegabte Kind!? Aus der Managementberatung und dem Coaching haben wir eine neuartige Herangehensweise zur Förderung intellektuell hochbegabter Kinder und Jugendlicher entwickelt. Diese beruht auf der Tatsache, dass es kein fertiges Beratungskonzept geben kann und wir sogar unsere eigenen Denk- und Verhaltensweisen hinterfragen müssen.
Durch diese wertneutrale Haltung schaffen wir dem hochbegabten Kind/Jugendlichen den größtmöglichen Freiraum zur Entfaltung seiner Persönlichkeit und seiner geistigen, kreativen Potenziale. Letztendlich gehen wir davon aus, dass hochbegabte Kinder und Jugendliche die Lösungen zur Verbesserung ihrer Lebensqualität, sprich der Verbesserung ihres Sozialverhaltens, ihrer Selbstorganisation, sowie ihrer Motivation und Lernbereitschaft selber kennen. Uns obliegt allerdings die wichtige Aufgabe, diese Kinder bei ihren Entwicklungsprozessen als Mentor zu begleiten und ihnen im rechten Augenblick die rechten Fragen zu stellen.
Die zu bearbeitenden Themen, welche mit der Hochbegabung in Zusammenhang stehen, ergeben sich dann quasi wie von selbst. So erreichen wir es, dass sich meist nach relativ kurzer Zeit bei den Kindern und Jugendlichen wieder ein positives Selbstwertgefühl, eine Optimierung der Stressregulation, eine Steigerung der Leistungsmotivation oder eine Fähigkeit zur Steuerung der Selbststeuerung einstellen. Nichtsdestotrotz ist es für den Erfolg unseres Mentoring von ausschlaggebender Bedeutung, auch Sie als Eltern und falls möglich auch die Lehrerinnen und Lehrer der Kinder und Jugendlichen mit einzubeziehen, um parallel eine positive Lernumwelt zu schaffen.
Unser Einzelmentoring findet in der Regel einmal wöchentlich statt und dauert 60 Minuten.
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