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Ein Beispiel für ein Selbstinstruktionstraining

Ein Beispiel für ein Selbstinstruktionstraining n.THOP 
(Döpfner et al.,Weinheim,1998)


Das Selbstinstruktionstraining ist dann indiziert, wenn das Schulkind auch unter optimalen Rahmenbedingungen ein ausgeprägt impulsives, leicht ablenkbares, wenig konzentriertes oder wenig durchstrukturiertes Arbeitsverhalten zeigt.
Aus dem folgenden Rahmenkonzept ergeben sich, je nach individueller Problemkonstellation, unterschiedliche Schwerpunkte und Ziele.
 

Phasen des Selbstinstruktionstrainings:

Phase 1: Überprüfung der Indikation des Trainings und Bestimmung der Ansatzpunke der Intervention. Aufgaben aus verschiedenen Hauptfächern und spielerische Aufgaben werden durchgeführt, um die Indikation für das Selbstinstruktionstraining und die Ansatzpunkte der Intervention zu überprüfen. Die Motivation des Kindes wird durch attraktive Belohnungen für ausdauerndes und reflexives Arbeiten unterstützt.
Überprüfung in Kooperation mit der Schule.
Bei Verdacht auf Teilleistungsstörungen (z.B. L:R:S:) erfolgt eine Testdiagnostik


Phase 2: Entwicklung von Problembewusstsein und Besprechung der Ziele mit dem Kind. Gespräch mit dem Kind über die Probleme bei der Durchführung der Hausaufgaben und bei der Bearbeitung von Aufgaben in der Schule. Herausarbeiten von problematischen Elementen des Arbeitsverhaltens und Besprechung der Ziele des Trainings.


Phase 3: Aufbau eines planvollen und reflexiven Arbeitsverhaltens
1. Einführung in die Technik des Laut-Denkens.
2. Einführung der Signalkarten
3. Einübung der Selbstinstruktion
4. Unterstützende Interventionen (Tokensysteme)
5. Anwendung der Selbstinstruktion auf schulische Aufgaben
6. Vertiefendes Üben


Phase 4: Generalisierung des Arbeitsverhaltens auf reale Situationen
1. Übergang zu geflüsterter Selbstinstruktion
2. Anwendung von Selbstmanagement-Techniken
3. Kombination mit Interventionen im Unterricht
4. Anleitung der Eltern und Kombination mit anderen Interventionen in der Familie